Personenzentriertes Spiel: Zertifikatsausbildung

Personenzentriertes Spiel - Zertifikatsweiterbildung im BHP -

Zum Inhalt:

Spiel ist ein grundlegendes kindliches Bedürfnis, personenzentriertes Spiel eine grundlegende Methode in der heilpädagogischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.
Die zertifizierte Weiterbildung Personenzentriertes Spiel vermittelt den Teilnehmenden fundierte theoretische Kenntnisse und führt über eigene praktische Erfahrungen zur
Erweiterung der Handlungskompetenz und des heilpädagogischen Profils.
Bestandteile der zertifizierten Weiterbildung sind Kenntnisvermittlung zum personenzentrierten Spiel, Anleitung zur Durchführung eigener personenzentrierter Spielstunden, Supervision, Elemente der Selbsterfahrung und Übungen zum Erwerb von Kompetenzen im Rahmen des personenzentrierten Spiels.

Die Kenntnisvermittlung wird diese Aspekte einschließen:
· Spielpsychologie und Spielpädagogik
· Grundlagen des Ansatzes von Carl Rogers
· Überblick über spieltherapeutische Ansätze verschiedener Schulen
· Das Konzept der Personenzentrierten Spieltherapie
· Äußere Rahmenbedingungen: Einrichtung des Spielzimmers und seine Ausstattung
· Gestaltung von Kontakt und Beziehung
· Verwendete Medien (u. a.: Puppenspiel, Rollenspiel, Sandkasten)
· Therapeutisch orientierte Reaktionen
· Das Setzen von Grenzen
· Protokollieren und Auswertungen von Spielsitzungen
· Arbeit mit und in Gruppen
· Anwendung des personenzentrierten Spielens bei ausgewählten Störungen
· Zusatztechniken und -methoden
Da die Weiterbildung prozessorientiert konzipiert ist, werden die Inhalte nicht zwangläufig in der dargestellten Reihenfolge bearbeitet.
Methoden:

Durchführung eigener personenzentrierter Spielstunden: Einen deutlichen Schwerpunkt der Weiterbildung ‚Personenzentriertes Spiel’ soll die eigene Spielpraxis einnehmen. Deshalb werden ab dem dritten Block die Teilnehmenden eigene Spielstunden durchführen, die vom Dozenten gründlich vorbereitet werden. Dabei werden alle Probleme besprochen, die der erfolgreichen Durchführung der Praxisversuche entgegenstehen könnten.
Supervision: Die Praxisversuche werden supervidiert; dazu wird es notwendig werden, die eigenen Versuche auf Video mitzuschneiden und die Bänder zu den Blockveranstaltungen mitzubringen. Es können nicht alle individuellen Spielsitzungen in ganzer Länge besprochen werden; die Teilnehmenden werden vielmehr dazu aufgefordert, selbstständig diskussionsanregende oder schwierige (aber auch lustige) Spielsituationen auszuwählen.
Selbsterfahrungen und Übungen werden einen größeren Rahmen bei der Kompetenzvermittlung einnehmen; die Teilnehmenden werden dazu angeleitet, Situationen im Rollenspiel nachzustellen, emotionale Gehalte zu erspüren und Lösungen für möglicherweise auftauchende Konflikte durchzuspielen.

Format:

Der zeitliche Umfang der Supervisionseinheiten und der Übungsanteile lässt sich naturgemäß nicht vorher festlegen, deshalb wird die Planung der Kenntnisvermittlung zum personenzentrierten Spiel, Anleitung zur Durchführung eigener personenzentrierter Spielstunden, der Supervision, der Selbsterfahrung und Übungen von der Interessenlage der Teilnehmenden, vom jeweils erreichten Lernstand und den Lernbedürfnissen abhängig sein.
Die Veranstaltung endet mit einer schriftlichen Abschlussbefragung und einem mündlichen Kolloquium, an dem eine vom BHP e.V./der EAH beauftragte Person teilnimmt.
Neben der Gruppenarbeit wird ein selbständiges Literaturstudium im Umfang von ca. 50 Stunden notwendig sein.

Basisliteratur:

Herbert Goetze (2002). Handbuch der personenzentrierten Spieltherapie. Göttingen: Hogrefe-Verlag.

Die Weiterbildung berechtigt nicht zu psychotherapeutischer Arbeit.

Voraussetzungen zur Zulassung zum Abschluss- Kolloquium:
· Durchführung von mindestens 20 eigenen Spieleinheiten
· Schriftliche Dokumentation der durchgeführten Versuche
· Erfolg bei der schriftlichen Abschlussbefragung
· Teilnahme an allen Blöcken mit Supervisionen

Termine:
1. Block: Samstag, 03. – Sonntag, 04. März 2007
2. Block: Samstag, 31. März – Sonntag, 01. April 2007
3. Block: Samstag, 05. – Sonntag, 06. Mai 2007
4. Block: Samstag, 02. – Sonntag, 03. Juni 2007
5. Block: Samstag, 20. – Sonntag, 21. Oktober 2007
6. Block: Samstag, 17. – Sonntag, 18. November 2007
7. Block: Samstag, 16. – Sonntag, 17. Dezeber 2007
8. Block: Freitag, 15. – Sonntag, 17. Februar 2008 (einschließlich Kolloquium)
Beginn: jeweils Samstag, 10:00 Uhr, Block 8 bereits ab Freitag, 10:00 Uhr
Ende: jeweils Sonntag, 13:00 Uhr,
Pro Wochenende 12 Einheiten
Gesamtumfang der Weiterbildung: 96 Einheiten Präsenzzeit

Anmeldeschluss: 05. Februar 2007

Zielgruppe:
Heilpädagogen/innen und andere pädagogische Fachkräfte
Teilnehmerzahl: 16
Unterkunft und Verpflegung sind in den Kosten nicht enthalten, Getränke und kleine Snacks werden angeboten.

Veranstaltungsorte:
Bundesgeschäftsstelle des BHP e.V.
Michaelkirchstraße 17/18, 10179 Berlin, Tel.: 030/40605070
u n d Universität Potsdam, Institut für Sonderpädagogik, Sonderpädagogische Beratungsstelle

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